Anton-Herrmann-Straße
Die Winterrodelbahn

Die Winterrodelbahn ist mit der an anderer Stelle hier im Projekt beschriebenen Sommerrodelbahn nicht zu verwechseln, die eine hatte mit der anderen nichts zu tun.

Diese Winterrodelbahn wurde im Jahre 1909 durch den Gartenbaubetrieb Schwarz erbaut. Sie erfreute sich ungemeinen Zuspruchs, fanden doch allenthalben Wettkämpfe und Preisrodeln statt. Die Organisatoren derartiger Veranstaltungen waren 1909 der Chemnitzer Ski-Club und 1911 und 1914 der Fußballclub “Victoria” Einsiedel. Diese Wettbewerbe fanden stets im Januar statt. Viele Ehrenpreise wurden gestiftet und das Publikum war so zahlreich, das zwischen Chemnitz und Einsiedel Sonderzüge verkehrten. Die Rodelbahn hatte eine Länge von etwa 500 Metern, begann, wie ersichtlich, oberhalb des “Waldesrauschen”, führte unmittelbar rechts daran vorbei und endete unten an den Bahnschienen. Hier endete schließlich auch das ganze Kapitel Rodelbahn, denn die (Eisen-)Bahnpolizei zog aus Sicherheitsgründen ihre Genehmigung zum Betrieb zurück.

Links sehen wir die Rodelbahn auf einer Postkarte, gelaufen am 12. Februar 1917.
Bei der Karte handelt es sich um eine Fotomontage, sowohl die Personen als auch der Esel sind ins Bild hinein retuschiert worden.
Im “Waldesrauschen” hatte es aber tatsächlich einen Esel gegeben.

Ergänzender Artikel:
Anton-Herrmann-Straße Das “Etablissement Waldesrauschen”

Die vormalige Strecke einige Meter weiter unten, also unterhalb des ehemaligen Standortes des “Waldesrauschen” am 20. März 2005.

Die Postkarte verdeutlicht uns noch einmal, wieso das ganze Projekt “Winterrodelbahn” auch in den Zuständigkeitsbereich der Bahnpolizei fiel.
(Vorlage: Jürgen Fritzsche)

 

 

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